Zum Großbrand im Indoor-Spielplatz an der Hochstraße in Recklinghausen

23.08.2019 In einem Gebäudekomplex mit Indoor-Spielplatz war am Donnerstag, 22. August, an der Hochstraße ein Großbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr Recklinghausen hat die Nachlöscharbeiten am gestrigen Abend gegen 20.41 Uhr beendet.

Die Feuerwehr Recklinghausen wurde um 10.55 Uhr alarmiert. Schon beim Eintreffen waren Teile des Gebäudes eingestürzt. Nach der eigentlichen Brandbekämpfung haben zwei Abrissbagger das Dach sowie die Außenwände von der Vorder- und Hinterseite des nicht mehr standsicheren Gebäudes eingerissen. Teilweise befanden sich an der Einsatzstelle noch Glutnester in den Wänden, die dadurch beseitigt werden konnten. Gegen 19 Uhr durften die Bewohner*innen wieder zurück ihre angrenzenden Wohnungen. Nachdem die Nachlöscharbeiten beendet wurden, übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei, die jetzt die Brandursachenermittlung übernimmt.

„Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz vor Ort bedanken. Auch die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Löschzügen aus Herten, Castrop-Rauxel und Herne funktionierte sehr gut. Wir helfen einander – auch über kommunale Grenzen hinweg. Das zeigt einmal mehr die Kompetenz unserer Feuerwehren“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche.

Zeitweise waren etwa 120 Einsatzkräfte vor Ort, um die rasante Brandausbreitung zu bekämpfen. Die Besucher*innen und die Mitarbeiter*innen des Indoor-Spielplatzes konnten das Gebäude bereits selbstständig vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen. „Das gute Wetter war für uns alle ein Glücksfall, weil die KinderWelt sonst sicherlich besser besucht gewesen wäre“, sagt Thorsten Schild, Leiter der Feuerwehr.

 

Handlungsempfehlung

Die Feuerwehr gibt Entwarnung, dass bei Luft-Messungen keine Schadstoffe nachgewiesen wurden. Allerdings kam es in Teilen Recklinghausens und Oer-Erkenschwicks zu Rußpartikel-Niederschlägen. Als Vorsichtsmaßnahme hat die Stadt daher den Spielplatz an der Theodor-Körner-Straße gesperrt. Das Betreten ist bis auf Weiteres nicht gestattet. Hautkontakt mit den Partikeln soll vermieden werden.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat Proben genommen und wird diese auswerten. Mit Ergebnissen ist Ende nächster Woche zu rechnen. Für einen festgelegten Bereich in Ausbreitungsrichtung des Brandrauchs gelten bis dahin einige Regeln: So wird vom Verzehr von Obst und Gemüse aus dem Freiland in diesem Bereich abgeraten, bis feststeht, welche Stoffe freigesetzt wurden. Auf der Homepage des Kreis Recklinghausen sind die Handlungsempfehlungen des LANUV zu finden: https://www.kreis-re.de/Inhalte/Buergerservice/_grossbrand/index.asp.

 

Quelle: Pressestelle Stadt Recklinghausen