Löschzug Merklinde probte den Ernstfall

13.10.2019 Am gestrigen Samstagnachmittag führte der Löschzug Merklinde seine diesjährige Abschlussübung auf dem Gelände der Firma "Wilhelm Büchter Kornbrennerei GmbH & Co KG" an der Gerther Straße im Ortsteil Merklinde durch.
Nach der angenommenen Übungslage führten zwei Monteure einer Elektrofirma Installationsarbeiten durch. Ihren Firmenwagen parkten die Monteure dabei direkt vor dem Gebäude. Einer der beiden Monteure bemerkte nach einiger Zeit eine starke Verrauchung auf dem Hof. Er begibt sich nach draußen und stellte fest, dass sein Firmenwagen in Brand geraten ist. Der Monteur unternimmt einen Löschversuch mit einem Feuerlöscher, was jedoch ohne Erfolg bleibt und alarmiert daraufhin über den Notruf 112 die Feuerwehr. Da die Hauptamtliche Wache bereits anderweitig im Einsatz ist, wird durch die Kreisleitstelle Recklinghausen der örtlich zuständige Löschzug Merklinde alarmiert. Beim Eintreffen des Löschzugs steht der Firmenwagen in Vollbrand und das Feuer hat zwischenzeitlich auf den Dachstuhl des Gebäudes übergegriffen. Der Monteur kann auf Befragen des Einsatzleiters den letzten Aufenthaltsort seines Kollegen nicht genau bestimmen und vermutet ihn entweder im Erdgeschoss in den Sozialräumen oder im Dachgeschoss über den Garagen.
Neben der Menschenrettung und Brandbekämpfung bildeten weitere Übungsschwerpunkte das Herstellen der Anleiterbereitschaft mit der Drehleiter am Gebäude und der späteren Rettung eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers sowie der Aufbau der gesamten Wasserversorgung für die vorgehenden Trupps auf dem Firmengelände. Traditionell war auch die Jugendfeuerwehrgruppe des Löschzugs bei der Abschlussübung mit in die Lage mit eingebunden. Die Aufgabenstellung für die Nachwuchskräfte war die Brandbekämpfung des brennenden Firmenwagens vor dem Gebäude.Neben einer Vielzahl von Zuschauern waren auch Übungsbeobachter aus Reihen der Feuerwehr vor Ort dabei, die ein Augenmerk auf die Übungsabläufe hatten. Die Bilanz der anschließenden Manöverkritik unter Leitung von Wehrführer Ulrich Vogel fiel dabei positiv aus.

 

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Atemschutzgeräteträger-Lehrgang erfolgreich abgeschlossen

05.10.2019 Heute legten zehn junge Feuerwehrleute aus den Reihen der freiwilligen Löschzüge der Feuerwehr Castrop-Rauxel und der Feuerwehr Waltrop erfolgreich ihr theoretische und praktische Prüfung als zukünftige Atemschutzgeräteträger ab. Damit ging ein 40-stündiger städteübergreifender Lehrgang zu Ende, in dem die Nachwuchskräfte von ihren Ausbildern in Theorie und Praxis für den Einsatz als Atemschutzgeräteträger ausgebildet wurden. Mit den Lehrgangsteilnehmern freuten sich über den erfolgreichen Abschluss ihre Ausbilder aus Reihen der hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Castrop-Rauxel: Simon Gallisch, Max Schultz, Jörn Vordestemann und Christian Thiemann.

 

Leistungsnachweis 2019 in Haltern erfolgreich absolviert

22.09.2019 Am gestrigen Samstag fand bei sonnigem Herbstwetter der alljährliche Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Recklinghausen statt. An der Veranstaltung auf dem Sportgelände "Am Lippspieker" in Haltern am See nahmen rund 70 Gruppen von Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet teil. Aus Castrop-Rauxel waren aus den freiwilligen Löschzügen Castrop, Henrichenburg und Merklinde insgesamt vier Gruppen erfolgreich beim Leistungsnachweis vertreten.
Von den Teilnehmern war im feuerwehrtechnischen Teil eine Löschangriffsübung mit einem Schaumrohr und zwei C-Strahlrohren zu absolvieren. Ferner waren verschiedene Knoten und Stiche anzulegen. Im theoretischen Teil hatten die Feuerwehrleute verschiedene Fachfragen zu beantworten. Ferner war ein Staffellauf zu absolvieren.
Für ihre erfolgreiche Teilnahme am Leistungsnachweis 2019 in Haltern erhielten einige Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Castrop-Rauxel Leistungsabzeichen verschiedener Stufen,

das Leistungsabzeichen in Bronze für die erstmalige erfolgreiche Teilnahme:
Sabrina Deutschendorf, Lars Lagner

das Leistungsabzeichen in Silber für dreimalige erfolgreiche Teilnahme:
Berhard Glittenberg, Linda Mader, David Resnik

das Leistungsabzeichen in Gold für fünfmalige erfolgreiche Teilnahme:
Angelo Drath

das Leistungsabzeichen in Gold auf blauem Grund für zehnmalige erfolgreiche Teilnahme:
Sebastian Gemander, Philipp Mondrik

das Leistungsabzeichen in Gold auf grünem Grund für zwanzigmalige erfolgreiche Teilnahme:
Christian Schön

das Leistungsabzeichen der Sonderstufe in Gold für dreißigmalige erfolgreiche Teilnahme:
Markus Franke

das Leistungsabzeichen der Sonderstufe in Gold für fünfunddreißigmalige erfolgreiche Teilnahme:
Volker Jordan

 

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24 Stunden wie eine Berufsfeuerwehr

11.09.2019 Die Jugendfeuerwehr Jugendfeuerwehr vor Trage bei Simmulierter Menschenrettung Habinghorst führte am vergangenen Wochenende ihren jährlichen Berufsfeuerwehrtag durch. 24 Stunden lang arbeiteten die jungen Brandschützer wie Berufsfeuerwehrleute zusammen.
Am Anfang stand die Einteilung der Mannschaft und der Fahrzeuge. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Gerätehaus des Löschzuges Habinghorst begann das Warten auf die Einsätze. Ein Team von erfahrenen Feuerwehrleuten hatte die angenommenen Einsatzlagen vorbereitet und realitätsnah aussehen lassen. Der erste Einsatz war ein Verkehrsunfall. Eine Autofahrerin war einer Katze ausgewichen und dabei mit ihrem Pkw gegen eine Laterne geprallt. Die Fahrerin und ein Kleinkind wurden verletzt und mussten rettungsdienstlich versorgt werden. Die komplette Einheit rückte aus und leistete Hilfe, wie in einem echten Rettungseinsatz. Auch erfahrenes Rettungsdienstpersonal stand zur Seite und leitete die Jugendlichen an.
Verschiedene weitere Einsätze hielten die Jugendfeuerwehrleute während der 24 Stunden in Atem. So war eine Person unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt und musste befreit und versorgt werden. Einmal brannte eine Gartenlaube und im Garten eines Hobbychemikers musste eine Flüssigkeit umgepumpt werden.
Mittagessen und Abendessen blieben zum Glück frei von Einsätzen, aber auch am späten Abend und in der Nacht ertönte der Alarmgong und rief den Feuerwehrnachwuchs zum Einsatz. Insgesamt arbeiteten die Jugendfeuerwehrleute 13 Einsätze ab.
Trotz des arbeitsreichen 24-Stunden-Dienstes steht der Berufswunsch Feuerwehrmann oder -frau ganz oben bei den Nachwuchskräften und viele der jungen Leute wechseln mit Vollendung des 18. Geburtstages zu den Aktiven im Löschzug Habinghorst.
Die Jugendfeuerwehren in unserer Stadt sind eine wichtige Säule in der Nachwuchsgewinnung für die Freiwillige Feuerwehr. Durch solche Übungen bekommen sie einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben, die sowohl hauptamtliche wie freiwillige Feuerwehrkräfte leisten.

Jugendfeuerwehr beim Löschangriff

Zum Großbrand im Indoor-Spielplatz an der Hochstraße in Recklinghausen

23.08.2019 In einem Gebäudekomplex mit Indoor-Spielplatz war am Donnerstag, 22. August, an der Hochstraße ein Großbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr Recklinghausen hat die Nachlöscharbeiten am gestrigen Abend gegen 20.41 Uhr beendet.

Die Feuerwehr Recklinghausen wurde um 10.55 Uhr alarmiert. Schon beim Eintreffen waren Teile des Gebäudes eingestürzt. Nach der eigentlichen Brandbekämpfung haben zwei Abrissbagger das Dach sowie die Außenwände von der Vorder- und Hinterseite des nicht mehr standsicheren Gebäudes eingerissen. Teilweise befanden sich an der Einsatzstelle noch Glutnester in den Wänden, die dadurch beseitigt werden konnten. Gegen 19 Uhr durften die Bewohner*innen wieder zurück ihre angrenzenden Wohnungen. Nachdem die Nachlöscharbeiten beendet wurden, übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei, die jetzt die Brandursachenermittlung übernimmt.

„Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz vor Ort bedanken. Auch die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Löschzügen aus Herten, Castrop-Rauxel und Herne funktionierte sehr gut. Wir helfen einander – auch über kommunale Grenzen hinweg. Das zeigt einmal mehr die Kompetenz unserer Feuerwehren“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche.

Zeitweise waren etwa 120 Einsatzkräfte vor Ort, um die rasante Brandausbreitung zu bekämpfen. Die Besucher*innen und die Mitarbeiter*innen des Indoor-Spielplatzes konnten das Gebäude bereits selbstständig vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen. „Das gute Wetter war für uns alle ein Glücksfall, weil die KinderWelt sonst sicherlich besser besucht gewesen wäre“, sagt Thorsten Schild, Leiter der Feuerwehr.

 

Handlungsempfehlung

Die Feuerwehr gibt Entwarnung, dass bei Luft-Messungen keine Schadstoffe nachgewiesen wurden. Allerdings kam es in Teilen Recklinghausens und Oer-Erkenschwicks zu Rußpartikel-Niederschlägen. Als Vorsichtsmaßnahme hat die Stadt daher den Spielplatz an der Theodor-Körner-Straße gesperrt. Das Betreten ist bis auf Weiteres nicht gestattet. Hautkontakt mit den Partikeln soll vermieden werden.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat Proben genommen und wird diese auswerten. Mit Ergebnissen ist Ende nächster Woche zu rechnen. Für einen festgelegten Bereich in Ausbreitungsrichtung des Brandrauchs gelten bis dahin einige Regeln: So wird vom Verzehr von Obst und Gemüse aus dem Freiland in diesem Bereich abgeraten, bis feststeht, welche Stoffe freigesetzt wurden. Auf der Homepage des Kreis Recklinghausen sind die Handlungsempfehlungen des LANUV zu finden: https://www.kreis-re.de/Inhalte/Buergerservice/_grossbrand/index.asp.

 

Quelle: Pressestelle Stadt Recklinghausen